wie entsteht ein shapie

Als Shapie bezeichnet man kleine Statuen von Personen und Tieren, die in 3D Technik angefertigt werden. Diese 3d-Figuren sind außerordentlich lebensecht, Farben und Proportionen stimmen mit dem Original exakt überein. Hier werden durch die moderne Scan- und 3D- Drucktechnik kleinste Details erfasst und dargestellt. Oft werden Shapies auch als 3D- Selfie, Mini- me oder 3D- Figur bezeichnet.

 

Herstellung

 

Der Prozess beginnt mit der Erfassung der notwendigen 3D- Daten.

Die Verfahren können sich unterscheiden. Entweder es wird die Photogrammetrie genutzt oder ein 3D Scanner.

 

Bei der Photogrammetrie wirst Du von vielen Kameras aus verschiedenen Perspektiven gleichzeitig aufgenommen. Die kostspieligsten Systeme bestehen aus ca. 60 – 120 DSLR Kameras mit hohen Auflösungen und aufwendiger Beleuchtung. Nicht selten werden auch Fixed- Focus- Kameras eingesetzt. Hierbei werden ca. 150 Kameras meist mit einem Raspberry PI Minirechner verbunden. Alle gleichzeitig aufgenommenen Einzelbilder werden an einen Rechner weitergeleitet, können hier betrachtet und weiterverarbeitet werden.

 

Bei der Erfassung der 3D Daten mit einem Scanner muss etwas mehr Geduld aufgebracht werden.

Der 3D- Scanner muss sich langsam um die Person herum bewegen um den gesamten Körper zu scannen.

Dabei bleibst Du eine Zeit lang regungslos. Andernfalls können Störungen auftreten.

Die Aufnahmen werden mit hochwertigen automatischen Systemen, handgeführten Scannern oder Spielekonsole mit Kinect Sensor erstellt.

 

Bei allen Verfahren sollte auf die Kleidung geachtet werden. Glänzende Materialien wie Lack, Chiffon, Seide oder Leder können durch die Reflexionen die Aufnahme verschlechtern. Gut zu erfassen sind strukturreiche Materialien wie Strickware, Jeans oder Leinen. Auch Muster und farbenfrohe Kleidung können gut wiedergegeben werden.

 

Weil Brillen zu stark reflektieren, müssen sie vor dem Scanvorgang abgenommen werden. Entweder werden hier Modelle aus einer Vorlage genommen oder müssen separat erstellt werden.

 

Nachbearbeitung der Aufnahmen

 

Bei der Photogrammetrie werden in einer Software (Agisoft PhotoScan)alle Einzelbilder zu einem, für den 3D- Druck benötigte, geometrisches Polygonnetz ( Mesh ) berechnet. 3D Scanner erstellen dieses erste 3D Modell automatisch.

 

Durch Unschärfe, fehlender Kontrast oder reflexionen wird das Modell verschlechtert. Für ein detailreiches, fehlerfreies Shapie muss das 3D Mesh in einer 3D Modelierungssoftware (ZBrush, Mudbox) bearbeitet werden. Hier werden Oberflächen geglättet, Beulen oder Löcher korrigiert und Details ausgearbeitet. Je präziser die Vorlage ist, desto besser wird der Druck.

 

Der Druck

 

Ist das Modell fertig überarbeitet wird es in den meisten Fällen auf einem Projet der Zprinter Serie von 3D Systems im ColorJetPrinting (CJP ) Verfahren ausgedruckt. Dieser 3D Drucker härtet schichtweise ein Polymergips- Pulver aus. Der Zprinter nutzt einen Druckkopf um die verschiedenen Binder (magenta, cyan, yellow, black, clear) Schicht für Schicht aufzubringen. Dadurch entstehen Form und die Farbe.

Um teures Druckmaterial zu sparen, erstellen wir Deine Shapies hohl. 

Die 3D Figuren können je nach Wunsch auch aus einem mehrfarbigen Kunststoff, einem einfarbigem Kunstoff im Fused Deposition Modeling ( FDM ) oder Selektives Lasersintern

(SLS) Verfahren hergestellt werden. Auch ein 3D Druck aus Metall bieten viele Anbieter an.

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
2017 digitectum, m.bescher digitaltechnik